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27.11.2007 ab 18 Uhr Titus-Forum, Nordwestzentrum, Frankfurt: Brauchen wir noch Ausländer, deren Kinder und ihre Kultur?

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Stefan Kosiewski, Polnisches Kulturzentrum e.V. und Turgut Yüksel, SPD - Kandidat, vor der Landtagswahl am 27 Januar 2008

 Es diskutieren:

Bastian Bergerhoff (Vorstandssprecher Bündnis 90 / Die Grünen Frankfurt), 

Turgut Yüksel (Stadtverordneter der SPD),

Thomas Kirchner (Stadtverordneter derCDU),

Reiner Dietrich-Zender (Pfarrer der evangelischgen St. Thomasgemeinde in Frankfurt-Heddernheim)

Frank Hartstein (Betriebsratsvorsitzender der Lufthansa Servicegesellschaft, LSG).

moderiert Frau Janina Steinkrüger

Die Veranstaltung wird abgerundet durch einen bunten kulturellen Teil, in dem ausländische Tänzerinnen und Sängerinnen auftreten.

Der Eintritt ist frei.

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Wiederaufbau Nachkriegs-Deutschlands war eine gigantische Aufgabe. Viele Kräfte wirkten zusammen, dass aus der Bundesrepublik ein Wirtschaftswunderland wurde. Daran hatten auch die anfangs planmäßig angeworbenen Gastarbeiter entscheidenden Anteil. Globalisierungseffekte, partieller Arbeitskräftemangel, höhere Fruchtbarkeit und weiteres ließen den Anteil von Ausländerinnen und Ausländern in Deutschland weiter anwachsen.

In besonderem Maße trifft das auf die Region und die Stadt Frankfurt am Main zu. In die wirtschaftlich prosperierende Metropole und ihr Umland strömten im Laufe der Jahre immer mehr Menschen von außerhalb, unter ihnen zahlreiche Ausländer. Durch die Möglichkeit einer erleichterten Einbürgerung ist der Anteil, der offiziell als Ausländer geführten Einwohner in den vergangenen acht Jahren zwar leicht zurückgegangen. Einen Migrationshintergrund hat indes ungefähr jeder dritte Frankfurter.

Frankfurt kann sich wahrlich als eine multikulturelle Metropole bezeichnen. Menschen aus fast allen Staaten der Welt leben hier weitgehend friedlich zusammen. Eine Gettobildung wie andernorten existiert hier nicht. Vielmehr treffen sich die verschiedenen Gruppen an anderen Orten.

Nicht nur die Wanderungsbewegungen von Menschen, sondern auch die ökonomische Entwicklung wurde und wird maßgeblich durch die Globalisierung bestimmt. Rationalisierungsprozesse führten in verschiedensten Arbeitsabläufen zum Wegfall vieler Arbeitsplätze, die gerade sehr oft von schlecht ausgebildeten, vielfach ausländischen, Arbeitern ausgeübt wurden. Vor allem in Zeiten wirtschaftlicher Rezession mehrten sich dann immer wieder Forderungen, die Zuwanderung zu begrenzen. Auch in Wahlkämpfen wurde und wird dieser Aspekt immer wieder auf dem Rücken von Ausländern thematisiert. Stattdessen sollte ganz nüchtern erörtert werden: Brauchen wir angesichts der sich verändernden Arbeitswelt noch weiterhin Ausländer?

Infolge Arbeitslosigkeit, aber auch infolge ungleicher Startbedingungen in Sachen Bildung klafft auch die soziale Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland immer weiter auseinander. Vor Jahren belegte die Pisa-Studie, dass Deutschland insbesondere wegen dem in der Bildung abgehängten Teil der Bevölkerung so schlecht abschneidet. Dies betrifft in hohem Maße Ausländer bzw. Migranten. Unzureichende Förderung und Sprachförderung sind eine Ursache für diese Ungleichheit. Dass Jugendliche, die sich von beruflichen Perspektiven ausgeschlossen fühlen, ein Potenzial von Unzufriedenheit bilden, das sich letztlich zu sozialem Sprengstiff entwickeln kann, kann als eine Folge davon gesehen werden. Während die Parteien die Forderung aufstellen, Ausländer sollten sich um bessere Integration bemühen, so steht dem eine völlig unzureichende staatliche Förderung gegenüber. So taucht auch hier angesichts der bestehenden Verhältnisse die Frage auf: Brauchen wir noch Ausländer und deren Kinder?

Ins Land kommende Migranten bringen auch ihre Kultur mit. Sie dient in einer Zeit wachsender Probleme auch nachhaltig zur Wahrung der eigenen Identität. Gleichzeitig stellt jede Einwanderungskultur auch eine Bereicherung für eine Gesellschaft dar. Die Bewahrung der eigenen Muttersprache spielt dabei eine bedeutende Rolle. Die eigentlich notwendige finanzielle Unterstützung durch die öffentliche Hand findet allerdings in völlig unzureichendem Maße statt. Ein verschwindend kleiner Anteil der Gelder, die die Stadt Frankfurt für die Kulturförderung bereitstellt, wird tatsächlich für kulturelle Zwecke von Migrantengruppen verwendet. Sollte der Anteil nicht erhöht werden? Oder umgekehrt: Brauchen wir noch Ausländer und ihre Kultur?

Dieser ganze Komplex soll Thema einer Veranstaltung sein, an der Politiker und andere Persönlichkeiten Frankfurts teilnehmen und diskutieren. Wie lässt sich die Situation der Migranten verbessern?

Mit freundlichen Grüßen

Hamidul Khan und Reinhard Wehber

 Tel.: 069 / 58 94 47;  e-mail: deutsch-bangla@gmx.de; Internet: www.dbg-ev.org

P.S.: Übrigens suchen wir für die Durchführung dieser Veranstaltung auch noch ehrenamtliche Helfer. Wenn Sie uns diesbezüglich helfen möchten, würde es uns sehr freuen

 Verkehrsverbindung: U1 stadtauswärts, bis Station Nordwest Zentrum

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Wir würden uns freuen, wenn wir Ihr Interesse an unserer Arbeit geweckt haben. Sie können uns unterstützen mit einer kleinen Spende an: Deutsch-Bengalische Gesellschaft e.V., Kontonummer 13 810 28000, BLZ 500 101 11,SEB Bank AG FFM

----- Original Message -----

From: "Hamidul Khan" <hamidul.khan@gmx.de>
Sent: Monday, November 12, 2007 9:51 PM
Subject: [immigruen] „Brauchen wir noch Ausländer, deren Kinder und ihre Kultur?“
wtorek, 13 listopada 2007, kultur