Di. 06.10. Wiesbaden VENKOVSKÝ UCITEL | DER DORFLEHRER (CZ, DE, FR 2008)
goEast Präsentiert:
VENKOVSKÝ UCITEL | DER DORFLEHRER (CZ, DE, FR 2008)
Do. 01.10. 20. 30 Uhr | Deutsches Filmmuseum, Frankfurt, Einführung: Stefan
Adrian Di. 06.10. 20.00 Uhr | Caligari Filmbühne, Wiesbaden, Einführung:
Andreas Heidenreich
VENKOVSKÝ UCITEL | DER DORFLEHRER
Mit VENKOVSKÝ UCITEL (2008) präsentiert goEast das jüngste Werk
des tschechischen Regisseurs und Drehbuchautors Bohdan Sláma. Für das Drehbuch
des Dramas wurde er mit dem jährlich von der tschechischen Film- und
Fernsehakademie verliehenen Goldenen Löwen ausgezeichnet.
Petr will
nicht an der gleichen Schule wie seine Mutter unterrichten und geht in die
südböhmische Provinz. Die Erwartungen, die der junge Lehrer aus Prag mitbringt,
kollidieren mit den Hoffnungen und Sehnsüchten seiner neuen Mitmenschen. Während
sich Marie, Kuhzüchterin und Witwe, in den jungen Mann verliebt, muss dieser
sich seiner Homosexualität und seiner wachsenden Zuneigung zu Maries
minderjährigem Sohn Ladja stellen.
Die kauzigen Dorfcharaktere mögen zuerst skurril wirken, doch wie schon in
seinen preisgekrönten Vorgängerfilmen DIE JAHRESZEITEN DES GLÜCKS und WILDE
BIENEN entwickelt Sláma einen sozialen und zugleich poetischen Realismus. Die
idyllische Landschaft wird zum Raum für Konflikte, die hervorragende
Schauspielkunst glänzt in Unmittelbarkeit. Das Gefühlsleben seiner drei
Hauptfiguren bei der Suche nach Liebe, Freundschaft und Vergebung kehrt Sláma in
seiner ihm eigenen leisen Art nach Außen. Dabei leitet er seine Darsteller so
sensibel an, dass Laien wie Ladislav Sedivy (Ladja) neben tschechischen Stars
wie Pavel Li¹ka in der Hauptrolle überzeugen. Die Bilder, die Sláma und sein
Kameramann Divis Marek für die unerfüllten Wünsche ihrer Protagonisten finden,
verbinden das Alltägliche, Banale mit dem Inszenierten, Poetischen und
erschaffen eine filmische Ästhetik, die mit Renoirs und Carnés poetischem
Realismus vergleichbar ist. DER DORFLEHRER wurde mit einem weiteren Goldenen
Löwen für die schauspielerische Leistung von Zuzana Byszovksa ausgezeichnet
sowie unter anderem in Stockholm (Beste Darstellerin Zuzana Byszovksa sowie
Beste Kamera) prämiert.
VENKOVSKÝ UCITEL Der Dorflehrer CZ / DE / FR 2008 R, B: Bohdan Sláma,
Da: Pavel Liska, Ladislav Sedivý, Zuzana Bydzovska, Marek Daniel, Tereza
Vorísková u.a. 110 Min, OmU
Das Rahmenprogramm von goEast 2009 richtet einen aufmerksamen Blick nach Polen
Breites regionales Spektrum im Wettbewerb / Prominente Jury mit Jerzy Stuhr und Julia Jentsch / Kira Muratova im Filmgespräch / Sonntagsmatinee mit Jan und Zdenìk Svìrák / Special: Tribute to Krzysztof Komeda-Trzciñski
Das Programm des 9. goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films
ist vollständig.
Diskutiert wird das goEast-Filmprogramm in den täglichen Filmgesprächen mit
Filmemachern und Schauspielern im Bellevue-Saal, zum zweiten Mal
Zentrum des Festivals. Dort wird auch Kira Muratova, der goEast in
diesem Jahr seine Hommage widmet, im Gespräch mit dem ukrainischen
Filmkritiker Sergiy Trymbach einen Einblick in ihr umfangreiches Œuvre
geben.
Die goEast-Sonntagsmatinee vertieft das
goEast-Porträt, das in diesem Jahr das Werk des tsche-chischen
Regisseurs Jan Svìrák vorstellt. Im Gespräch mit Erika Gregor werden
Jan Svìrák und sein Vater, Schauspieler und Drehbuchautor Zdenìk
Svìrák, nicht nur zu künstlerischen Fragen Stellung beziehen, sondern
setzen ihre Arbeit 20 Jahre nach dem Fall der Mauer und vor dem
Hintergrund der diesjährigen tschechischen EU-Ratspräsidentschaft in
einen politischen Kontext.
Das Rahmenprogramm von goEast 2009 richtet einen aufmerksamen Blick nach Polen: Das Special Tribute to Krzysztof Komeda-Trzciñski
widmet sich dem berühmten polnischen Jazz-Komponisten. Komeda begann in
den 1960er Jahren Filmmusiken zu komponieren, besonders bekannt wurde
er für seine Zusammenarbeit mit Roman Polanski, den er 1957 an der
Filmschule von Lodz kennen lernte. Das hochkarätig besetzte Andrzej
Jagodzinski Trio und die Sängerin Lora Szafran treten anlässlich des
40. Todestages von Komeda bei goEast mit Kompositionen des berühmten
Musikers auf. Einen tieferen Blick in das Leben und Arbeiten Komedas
bietet der Film KOMEDA UND SEINE ZEIT / CZAS KOMEDY (Polen 1994) von
Robert Kaczmarek. Die vom Filmmuseum £odz in Zusammenarbeit mit dem
Polnischen Institut Düsseldorf organisierte Ausstellung Filmplakate Komeda - Polanski präsentiert im Festivalzentrum Bellevue-Saal einen besonderen Querschnitt internationaler Plakatkunst.
Festivalorte:
Die Caligari FilmBühne und das Alpha sind die zentralen Festivalkinos
von goEast. Der renommierte Ausstellungsraum Bellevue-Saal wird wieder
Mittelpunkt des Festivals sein. Dort befindet sich der Infocounter und
jeden Abend finden um 22 Uhr die Filmgespräche dort statt. Auch 2009
er-obert goEast neue Orte in Wiesbaden: Im gerade eröffneten
Murnau-Filmtheater findet das Symposi-um statt, die Wiederholungen des
Dokumentarfilmwettbewerbs sind im Kulturpalast zu sehen. Der
Pressecounter befindet sich in der Caligari FilmBühne. Bereits zum
zweiten Mal präsentiert sich goEast in Frankfurt. Das Kino des
Deutschen Filmmuseums zeigt die Spielfilme des Wettbewerbs und
ausgewählte Filme der anderen Sektionen.
Karten und Preise: Der Ticket-Vorverkauf beginnt am 30.03.2009
in der Tourist Information in Wiesbaden (0611 / 172 978-0).
Einzelkarten für goEast kosten 6 (ermäßigt 5) Euro. Ein Festivalpass,
der zum Besuch aller Filme und Veranstaltungen berechtigt, ist für 40
(35) Euro erhältlich. Tageskarten kosten 16 (12) Euro. Das
goEast-Programmheft 2009 mit allen Informationen ist ab dem 30.03. auf
www.filmfestival-goeast.de zum Download verfügbar. http://www.filmfestival-goeast.de/index.php?article_id=18&clang=0
ESTONIA TAKES TWO MAIN AWARDS AT GOEAST IN WIESBADEN Gewinner / Prize-Winners of goEast 2008 / 24 Fotos
< tu program (darmowy) do obejrzenia m.in. 24 fotografii z Festiwalu
The Awards Ceremonyin Caligari FilmBühne followed by a reception in the Hessischer Landtag (the Hessen state parliament building) brought to a close the eighth goEast Film Festival on 15 April 2008. For a full seven days, Wiesbaden was a site of encounter, of dialogue and creativity, and above all the venue of outstanding film productions from Central and Eastern Europe. The eight festival sections brought together a total of 150 full-length and short films, which were supplemented by a range of film discussions, public debates and panel discussions, as well as the rich programme of accompanying cultural events. After viewing the ten feature films and six documentaries screening in competition, the international jury chaired by Eberhard Junkersdorf singled out productions from Estonia, Serbia, Rumania and the Ukraine. Visitors flocked to the evening Film Debatesto meet and discuss with directors and producers the content and intention of films previously screened. Impressive response received the Homage to Armenian director and artist Sergei Paradzhanov and the Portrait of young Hungarian filmmaker Benedek Fliegauf. The Symposiumrunning under the title "Nation (Re-)Building - Documentaries from the ex-Yugoslav Region" powerfully illustrated the power exercised by images in situations of conflict, and the difficulty of depicting an objective truth. Overcoming boundaries with the means of film is the foremost goal of goEast. Christine Kopf summed up the 2008 festival edition as follows: "Everybody who came to Wiesbaden for this year's festival experienced with their own eyes and ears - during the screenings, in the course of conversations - the important role which themes like migration, displacement and identity play for European cultures. We are gratified that goEast can offer this discourse a living platform." goEast 2008 counted more than 9,500 visitors in the course of the festival and accompanying programme.
Der Filmförderpreis für Koproduktionen am 15. April 2008 in Wiesbaden
Gewinner sind der Kurzspielfilm „Sunstroke“ aus Deutschland und Ungarn, der Kurzspielfilm „Renovation“ aus Deutschland und Rumänien sowie der Dokumentarfilm „Kein Ort“ aus Deutschland und Polen.
Der Preis für herausragende Filmkonzepte ist mit insgesamt bis zu 210.000 Euro dotiert. Die Konzepte werden in Deutschland und im Partnerland realisiert; der Fernsehsender arte – Partner des Filmförderpreises – wird zwei der drei Filme ausstrahlen.
Parallel zur Preisverleihung begann die Ausschreibung für 2009. Der Filmförderpreis bietet deutschen Nachwuchsfilmemachern der Fachrichtungen Produktion, Regie, Kamera und Drehbuch die Möglichkeit, ein gemeinsames Filmprojekt mit Nachwuchsfilmemachern aus Ost- und Südosteuropa zu realisieren. Er wird in Zusammenarbeit mit dem Filmbüro Baden-Württemberg und dem goEast-Festival Wiesbaden vergeben.
Bewerben können sich ab sofort wieder Koproduktionsteams, die aus Nachwuchsfilmemachern aus einem Land Ost- und Südosteuropas und Deutschland bestehen. Eine Bewerbung ist nur als Team möglich. Der Film soll sowohl in Deutschland als auch im Partnerland produziert werden. Im Vordergrund steht dabei der Austausch zwischen den Kulturen.
goEast - Festival des mittel- und osteuropäischen Films Wiesbaden 09.04 bis 15.04. 2008
So vielseitig sich die Länder im östlichen Europa innerhalb und außerhalb der Grenzen der Europäischen Union entwickeln, so vielfarbig ist fast zwanzig Jahre nach dem Zerfall der kommunistischen Systeme der diesjährige Spielfilmwettbewerb von goEast. Das Überschreiten von Grenzen und die Suche nach dem persönlichen Glück in den von Umbrüchen geprägten Regionen sind dabei wiederkehrende Themen.
Auch der diesjährige Dokumentarfilmwettbewerb zeigt ein herausragendes Programm. Sechs aktuelle Produktionen bewerben sich um den mit 10.000 Euro dotierten neuen Dokumentarfilmpreis "Erinnerung und Zukunft". Eindrucksvolle Filmdokumente beschreiben kleine Alltagsbegebenheiten und bedeutsame historische Ereignisse aus der Mitte und vom Rande Europas. Auch hier sind Grenzziehungen und Grenzüberschreitungen Thema.
Die Nachwuchsförderung wird bei goEast großgeschrieben. Im Hochschulwettbewerb präsentieren die FAMU aus Prag, die Andrzej Wajda Master School of Film Directing aus Warschau, die Hochschule für Film- und Fernsehen - HFF aus Potsdam-Babelsberg sowie fünf Hochschulen aus dem Rhein-Main-Gebiet ihre Arbeiten und konkurrieren um die vom Publikum vergebenen Preise für den besten Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilm. Erstmals findet außerdem im goEast Young Professionals Programm eine Projektbörse für den Branchennachwuchs aus Ost und West statt.